Agnieszka Herman

Agnieszka Herman

Beruflich gestaltet sie Buchumschläge (für die Verlage Zysk i S-ka und Norbertinum).

Sie veröffentlichte sechs Gedichtbände: Wybuchło słońce („Die Sonne brach hervor“, WKMS, 1990), Zapisane światłem („Mit Licht geschrieben“, Verlag des Literaturmagazins, 1995), Jesienią najtrudniej iść środkiem dnia („Im Herbst ist es am schwersten, mitten durch den Tag zu gehen“, Nowy Świat, 2015), Punkt przecięcia („Schnittpunkt“) – gesammelte Gedichte in bulgarischer Übersetzung von Łyczezar Seliaszki (Nightingel, 2018), Tło („Hintergrund“, Issa Books, 2019) und Furtka do ogrodu („Die Gartenpforte“, Issa Books, 2024).

Ihre Gedichte erschienen zudem in zahlreichen polnischen und internationalen Anthologien – in bulgarischen, amerikanischen, indischen (Telugu), einer ukrainischen, englischen und türkischen –, unter anderem in Ławka rezerwowych („Die Ersatzbank“, WKMS, 1999), Snuć miłość. Polska poezja miłosna XV–XX w. („Liebe spinnen. Polnische Liebesdichtung vom 15. bis 20. Jahrhundert“, hrsg. von Włodzimierz Bolecki, Verlag Bertelsmann, 2000) und A jeśli miłość – co to jest takiego („Und wenn Liebe – was ist das eigentlich“, Anthologie der Liebesdichtung, Książnica, 1999).

Sie wurde mit dem Lorbeer des Kupfernen Amor ausgezeichnet (1. Platz, 1995). Für den Orpheus-Lyrikpreis „K. I. Gałczyński“ 2020 nominiert, erhielt sie den Publikumspreis.

Sie nahm an zahlreichen Literaturfestivals teil, unter anderem am Poesiefestival in Istanbul, am Festival „Spiritualität ohne Grenzen“ in Plowdiw (Bulgarien) und am Festival „Waldlied“ in Luzk (Ukraine).

Sie ist Redakteurin des internationalen Kunstmagazins Post Scriptum.

Seit 2016 ist sie der Schule des klassischen Haiku von Dr. Agnieszka Żuławska-Umeda verbunden und arbeitet mit der japanischen Schule Kuzu und ihrer jahrhundertealten Tradition zusammen. Ihre Haiku erschienen in Przekrój, im japanischen Kuzu sowie in der Anthologie Ptaki Wędrowne („Zugvögel“). Sie ist Mitglied des Polnischen Haiku-Verbands (PSH), dort Vorstandsmitglied und Sprecherin.

Bücher mit meinen Umschlägen

Gedichte und Haiku

DIE REISE

 

Ich breche auf, eine lange Reise. In warme Länder.

Hier rinnen die Tropfen noch immer über die Rücken der Dächer.

In den Ritzen heulen die Winde. Der Wahnsinn wächst.

Ich bin in Nebel versunken. Wie der größte Teil der Welt.

In Nebel, in dem nachts die Dämonen schlüpfen.

Noch zu deutlich sind mir deine Stimme, dein Geruch, deine Berührung,

als dass ich bliebe. Wie eine Bettlerin lege ich Gebete zurecht,

rufe die Zeit zu Hilfe, obwohl ich weiß: sie wird mich zerstören.

Geduldig wie Morphium.

Erwartung

immer mehr Licht

in deinen Augen

 

 

kling … kling

im Herbstwind schaukeln

die japanischen Glöckchen

 

 

Gymnastik

der Löwenzahn

reckt die Blättchen

Fotografien und Porträts

Meine Bücher

Über meine Bücher schrieben unter anderem: Anna Janko, Krzysztof Karasek, Agnieszka Osiecka, Ludwik Stomma..

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